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Difference between revisions of "Page:Sienza e pratica d’arme (Johann Joachim Hynitzsch) 1677.pdf/76"

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'''General Discurs über die Läger.'''
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'''Das siebenzehende Capitul.'''
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<section begin="2"/>'''General Discurs ''über die Läger.'''''
  
'''N'''Un bin ich an den Orth gelanget, da ich von Formirung der Läger, von denen Beweg- und fürnehmsten Würkungen, so mit den Waffen können gemachet werden, hanlen soll: Da dann diejenigen so es lesen werden sollen wissen, dasz sie sich nicht verwundern, ob sie gleich an einem Orthe zwei Figuren sehen, welche beide nur einerlei Würkung zeugen, weil solches geschehen, um darinnen so wohl die rechte als die linke Seite des Leibes zuweisen. Hergegen habe ich auch vor unnöthig und unnützlich erachtet viel andere Figuren, welche etliche so von dieser Kunst geschrieben, formiret haben herzusetzen und davon zuhandlen, als mit der linken Hand weit voraus und mit dem Rappier weit zurük und solches so wohl auf einem als auf dem andern Schenkel, ja bald hoch bald niedrig, von welchen mich bedünket dasz sie sich mehr hinder- als vorwärts schützen wollen. Andere haben beim einfachen Rappier im Brauch, dasz sie selbiges so weit zurük und zugleich tief halten dasz sich die Spitze nahe bei den Füszen befindet, und über das halten sies quer über vor den Schinnebeinen, die Spitze aber gleichsam gantz an der Erden; Solches aber alles thun sie nur darum, dasz ihnen die Klinge nicht könne gefunden werden: Ein andermahl wenn sie im Lager liegen, ergreiffen sie die Klinge mit der linken Hand, aufdasz sie selbige desto fester halten, des Feindes seine desto hefftiger schlagen und dann darauf mögen stoszen können.
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'''''N'''Un bin ich an den Orth gelanget, da ich von Formirung der Läger, von denen Beweg- und fürnehmsten Würkungen, so mit den Waffen können gemachet werden, hanlen soll: Da dann diejenigen so es lesen werden sollen wissen, dasz sie sich nicht verwundern, ob sie gleich an einem Orthe zwei Figuren sehen, welche beide nur einerlei Würkung zeugen, weil solches geschehen, um darinnen so wohl die rechte als die linke Seite des Leibes zuweisen. Hergegen habe ich auch vor unnöthig und unnützlich erachtet viel andere Figuren, welche etliche so von dieser Kunst geschrieben, formiret haben herzusetzen und davon zuhandlen, als mit der linken Hand weit voraus und mit dem Rappier weit zurük und solches so wohl auf einem als auf dem andern Schenkel, ja bald hoch bald niedrig, von welchen mich bedünket dasz sie sich mehr hinder- als vorwärts schützen wollen. Andere haben beim einfachen Rappier im Brauch, dasz sie selbiges so weit zurük und zugleich tief halten dasz sich die Spitze nahe bei den Füszen befindet, und über das halten sies quer über vor den Schinnebeinen, die Spitze aber gleichsam gantz an der Erden; Solches aber alles thun sie nur darum, dasz ihnen die Klinge nicht könne gefunden werden: Ein andermahl wenn sie im Lager liegen, ergreiffen sie die Klinge mit der linken Hand, aufdasz sie selbige desto fester halten, des Feindes seine desto hefftiger schlagen und dann darauf mögen stoszen können.''<section end="2"/>

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General Discurs über die Läger.

Das siebenzehende Capitul.

NUn bin ich an den Orth gelanget, da ich von Formirung der Läger, von denen Beweg- und fürnehmsten Würkungen, so mit den Waffen können gemachet werden, hanlen soll: Da dann diejenigen so es lesen werden sollen wissen, dasz sie sich nicht verwundern, ob sie gleich an einem Orthe zwei Figuren sehen, welche beide nur einerlei Würkung zeugen, weil solches geschehen, um darinnen so wohl die rechte als die linke Seite des Leibes zuweisen. Hergegen habe ich auch vor unnöthig und unnützlich erachtet viel andere Figuren, welche etliche so von dieser Kunst geschrieben, formiret haben herzusetzen und davon zuhandlen, als mit der linken Hand weit voraus und mit dem Rappier weit zurük und solches so wohl auf einem als auf dem andern Schenkel, ja bald hoch bald niedrig, von welchen mich bedünket dasz sie sich mehr hinder- als vorwärts schützen wollen. Andere haben beim einfachen Rappier im Brauch, dasz sie selbiges so weit zurük und zugleich tief halten dasz sich die Spitze nahe bei den Füszen befindet, und über das halten sies quer über vor den Schinnebeinen, die Spitze aber gleichsam gantz an der Erden; Solches aber alles thun sie nur darum, dasz ihnen die Klinge nicht könne gefunden werden: Ein andermahl wenn sie im Lager liegen, ergreiffen sie die Klinge mit der linken Hand, aufdasz sie selbige desto fester halten, des Feindes seine desto hefftiger schlagen und dann darauf mögen stoszen können.