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Claider sind vast dem leib nach geschnitten, und gar eng gemacht worden. Sie haben auch kainen kauffman frembder gezierd, clainat oder claidung zu inen zufieren, gar nit gestattet. Ire gewheren seind schwerter, mordagst, blatspis, und schmale kurtze eisen, die sie frimmen, das seind stoszdegen und Tolchen bey inen gewesen, kaine helm oder Eisenhuet haben sie anfenglich gehabt, aber schiltlinn, tartschen und Gafelen, darhinder sie sich tapffer enthuelten, und dieselben fain mit farben geziert, daher die schilt und wappen herkomen. Pfeil zu dem werffen und schiessz auch scheflin haben sie auch gebraucht. Es hat aber kain junger gesell kain seittenwher an im tragen dürffen, er habe dann von seinen nachbauren, das er ein redlicher mann, und tauglich zu der wher were, gutte zeugknus zuvor gebracht. Solche zeugknus muste diser, so die gewhere tragen wolt, auff der nechsten vesamlung und landsztag fürbringen, alszdann gurtet ime die Oberkait, oder nechste freund, die wher umb, und hengen im ain schilt an den halsz, wünschen im glück, alszdann ward er auch ainer von der landschafft ernent. Inn dem krieg und streit, hielten sie disen gebrauch, das sie ire weib und kinder, und ob der schon in der wieg lagen, mit sich füerten, die musten den mannen kochen, das essen und trincken zutragen, die wunden ölen, truchnen, binden, hailen, unnd zaigten dann iren müettern und weibern ire wunden, darab sie gar kainen grausen hetten, sonder sie vast darumb lobten. Unnd wann sie ain schlacht hielten, mit den fainden, so musten die weib und kinder nicht weit von inen halten, auf das die mann die jung und claine kinder hörten wainen, alszdann schreien und ermaneten die weiber die männer, das sie tapffer und keck, nicht allain für land und leut, sonder auch für ire weib und kinder stritten, und nicht fliehen solten. Welches offtermalen, als Tacitus meldet, zu dem sig dienstlich gewesen sein soll. Von dessen wegen sie ihre heirat nachvolgender mainung beschlossen haben. Kainer hat ain weib dürffen nemen, er haben dann ain volkomen alter auff im, deszgelaichen musten die jungkfrawen auch in guttem alter sein, welche dann grosz lang starck leut geben hat und wann man sie zusamen gab, so schulten sie den gebrauch, das des weib dem mann gar nichts, weder von gelt oder gut, zu heiratgut zubracht, oder gab, anders dann ain schwert, das sie im gab zu ainer antaignung, das er sie, ire kinder, und das vatterland, damit beschützen solt. Der mann aber muste haben etliche stücl, das aber nicht gelt, seiden gewand oder klaider waren, damit er die praut hett mugen schmücken und zieren, sonder es musten sain zway rinder und ein ochs in ain joch zusamen gespannet, ain gesatlet pfert, ain gafesen oder schilt, ain messer unnd ain alspiesz. Mit disem gab man im die braut an die hand. Disz alles was ir hairatgut, haimsteuer, morgengab, krantz unnd mäschring, stulfestin und hochzeit, kirchgang unnd ainsegnen. Die nechsten freund besichtigten auch alle vorbemelte stück, unnd wann sie gut waren, hetten sie ain gefallen darab, und wünschten inen vil glück und fruchtbarkait der geburt, und wurden von stund an zusamen gelegt, unnd der hairat hiemit beschlossen. Sie haben aber hiemit disen stücken antzaigen, mainen, nnd bedeutten wollen, nemlich das sie, wie die zusamen gespanten rind, ainander lebenlang, und in lieb noch laid, in kriegen oder sonst, nimmermer verlassen solten, sonder mitainander leben und ligen, ziehen und raisen, unnd alles kecklich wagen, welchs das gesatlet pferd bedeuttet hatt. Es musten auch solche zugebrachten schwert, schilt, messer und spiesz, nach absterbenn des mans, von dem waib behalten werden, auff das iren sunen und kinder, soch ires vatters hairatgut, zu sainer zeit auch zugestelt wurde, unnd also bis in das dritt gelid auszgetailt und behalten werden.