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Rechten / Vnnd wisse das / wie du solt hawen / das man dir die schweche in dem Schwert in dem ersten haw nit angewinne / vnnd das vernimb also / Wann du mit dem zufechten zu dem Mann kombst / Bist du dann gerecht / vnd wilt starck fechtenn / So haw mit namen den ersten haw nit von der lingken seitten / wann er ist schwach / vnd magst mit nichten wider gehalten / wann er dir starck anbindt / Oder hawest du von der rechten seitten / so magst du wol starck widerhalten / vnnd am Schwertt arbaiten / was du wilt.

Desgleichen bist du Lingk / So haw auch den ersten haw nit von der rechten seitten / sonder haw von der lingken seitten / Wann er ist ainem rechten gar wild und wider. zu Im kunst zetreiben von der lingken seitten. Desgleichen ist auch ainem Lingken von der rechten seiten.

Vor vnnd nach die zway ding
Sind aller kunst ein vrsprüng
Schweche vnnd sterck
Inn des das wort mit merck
So magst du leeren
Mit kunst arbaiten vnd wehren
Erschrickst du geren
Kain fechten nimmermer gelern.

Das ist / das du vor allen dingen solt recht vernemen vnnd versteen die zway ding / das ist das vor vnnd das nach vnd schwech vnnd sterck / vnnd das wort Indes / wann daraus kombt der gantz gründ aller künst des fechtens / Wann du die ding recht vernimbst vnd versteest / vnd zuüoraus das wort Indes nit vergissest / in allen Stücken so du treibst / So bist du wol ain guter Maister des Schwerts / vnd magst wol lernen Fürsten vnd Herren / das Sie mit rechter kunst des Schwerts mügen besteen / in schimpf vnd in ernst.