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Page:Gründtliche Beschreibung der Kunst des Fechtens (Joachim Meÿer) 1570.pdf/110

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Wann du ihm hauwest Krump zur sterck,
 Durchwendt, Uberlauff damit merck,
Des knopffs verführen solt gedenken,
 Mit Zeckrur, Schnellen werft ihn krencken,
Mit krump trit wol, wilt du versetzen,
 Das uberschrenken thut ihn letzen,
Krump zun flechen wilt dich stercken,
 Wiet ihn schwechst, solt fleissig mercken,
Als baldts rührt und glützet Oben,
 Zuck ab zur Blöß, wilt ihn betoben,
Auch so du Recht durchiessen wilt,
 Krump, Kurtz, durchwechßle an sein schilt,
Merck so er dich mit Krump wolt irren,
 Bleib am Schwerdt, recht den krieg thu füren,
Mit Winden, Schneiden, und was mehr,
 Mit verfliegen laß dich nit zu ferr,
Auch schnell die schwech zum Rechten dar,
 Zwifach schnellen, mit Schilt dich bewar,
Und deins Mans Schilt mit sterck verwindt,
 Indes stoß ab, und schlag geschwindt,
Den Schielhauw soltu weißlich machen,
 Mit Winden kanst ihn auch zwifachen,
Die Zwürch solt du auch halten werdt,
 Damit gantz wirt dein kunst im Schwerdt,
Dann alles was er ficht vom tag,
 Solchs dir die Zwürch versetzen mag,

Im angriff treib die Zwürch mit sterck,
 Verführen, Fellen, auch mit merck,
Zum Pflug und Ochssen sey behendt,
 Ihm trauw die Zwürch bald wider endt,
Merck was für Zwürch mit sprung wirt gfürt[!],
 Auch fehlest mit, noch wünschen rürht,
Doppel solt den Fehler machen,
 Deßgleichen Trit und Schnit zwifachen,
Vom Schwerdt zum Leib, damit verkehr,
 Zweymal oder Schnit in die Wehr,
Nachreisen ist außbindig gut,
 Mit Schneiden, Winden dich behut,
Bey zweymal, oder darinnen,
 Verfliegen laß, damit begüne,
Und zu all vier enden treib die treffen,
 Die zucken lern, wilt du sie effen,
Abschneiden, Schlaudern, bring auch mit,
 Die herten gfehrt[!] weiß ab mit Schnit,
Verlaß dich nit zuvil auf die Kron,
 Du bringst sonst von ihr spot und hon,
Den Langen ort durchstreich mit gewalt,
 Damit all harte gfert[!] auff halt,
Sich thu all Hauw und stuck recht brechen,
 Ob du dich an deim part wilt rechen.
Die hengen thu weißlichen bringen,
 Greiff nit zur unzeit wiltu Ringen,