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'''Es were wol recht vnnd billich''' Vnnd hette mich auch fur guet vnnd Ratsam angesehen&nbsp;&#183; Das ich dises Ritterlich Eernbuch&nbsp;&#183; dieweil sich Jede kunst&nbsp;&#183; beÿ allen verstenndigen&nbsp;&#183; mit gutem grund selbs verthedingen vnnd versprechen kan&nbsp;&#183; on alle vorred von mir außgeen lassen&nbsp;&#183; sollte&nbsp;&#183; Dieweil ich aber merckh&nbsp;&#183; sihe vnnd briefe&nbsp;&#183; das dise manliche Kunst des Fechten&nbsp;&#183; wie annder kunsten mer&#183; so dem geliebten Vatterlannd als fur nutzlich vnnd Eerlich&nbsp;&#183; den mentschen durch die gelerten geprisen vnd zulernen furgestellt sein&#183; von den Ihenigen&nbsp;&#183; so auß faulkait vnnd hinlessigkait&nbsp;&#183; der guten tugenden vnnd kunsten nicht achten&nbsp;&#183; auch dieselben zulernen kain liebe noch naigung nicht allain nit tragen&nbsp;&#183; sonder dieselben vil mer auß vnwissender frechen faulen leichtuertigkait&nbsp;&#183; mit verachtlichen schmachworten&nbsp;&#183; besudlen vnnd belegen (&nbsp;&#183; wie ich dann die lannge zeit&nbsp;&#183; als ich dises Eernnwerckh zusamen geordnet&nbsp;&#183; selbs erfaren&nbsp;&#183; vnnd solches offtermalen mit verdruß hab hören muessen&nbsp;&#183; ) ~~&#126;~~ Derhalben ich wider meinnen willen verursacht vnnd bewegt worden&nbsp;&#183; das ich der Edlen Ritterlichen kunst des Fechtens vnnd allen geliebten Eerlichen vom Adel vnnd sunst&nbsp;&#183; so sich der manlichen Kunst&nbsp;&#183; dem Eerliebenden Vatterlannd zu Eern&nbsp;&#183; nutz vnnd wolfart gebrauchen&nbsp;&#183; ein klaine Vorred vnnd verthedigung vorher hab setzen vnnd ordnen wellen Daran mich auch neben annderer muhe vnnd arbait&nbsp;&#183; so ich auf dises werckh gelegt&nbsp;&#183; der vncost gar nicht betauren soll ungezweifleter hoffnung&nbsp;&#183; das dise Vorrede dem leser zu gutem verstenndigem bericht raichen vnnd gedeichen werde /&nbsp;&#183;<section end="1"/>
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'''Es were wol recht vnnd billich V'''nnd hette mich auch fur guet vnnd Ratsam angesehen&nbsp;&#183; Das ich dises Ritterlich Eernbuch&nbsp;&#183; dieweil sich Jede kunst&nbsp;&#183; beÿ allen verstenndigen&nbsp;&#183; mit gutem grund selbs verthedingen vnnd versprechen kan&nbsp;&#183; on alle vorred von mir außgeen lassen&nbsp;&#183; sollte&nbsp;&#183; Dieweil ich aber merckh&nbsp;&#183; sihe vnnd briefe&nbsp;&#183; das dise manliche Kunst des Fechten&nbsp;&#183; wie annder kunsten mer&#183; so dem geliebten Vatterlannd als fur nutzlich vnnd Eerlich&nbsp;&#183; den mentschen durch die gelerten geprisen vnd zulernen furgestellt sein&#183; von den Ihenigen&nbsp;&#183; so auß faulkait vnnd hinlessigkait&nbsp;&#183; der guten tugenden vnnd kunsten nicht achten&nbsp;&#183; auch dieselben zulernen kain liebe noch naigung nicht allain nit tragen&nbsp;&#183; sonder dieselben vil mer auß vnwissender frechen faulen leichtuertigkait&nbsp;&#183; mit verachtlichen schmachworten&nbsp;&#183; besudlen vnnd belegen (&nbsp;&#183;&nbsp;wie ich dann die lannge zeit&nbsp;&#183; als ich dises Eernnwerckh zusamen geordnet&nbsp;&#183; selbs erfaren&nbsp;&#183; vnnd solches offtermalen mit verdruß hab hören muessen&nbsp;&#183;&nbsp;) &emsp; Derhalben ich wider meinnen willen verursacht vnnd bewegt worden&nbsp;&#183; das ich der Edlen Ritterlichen kunst des Fechtens vnnd allen geliebten Eerlichen vom Adel vnnd sunst&nbsp;&#183; so sich der manlichen Kunst&nbsp;&#183; dem Eerliebenden Vatterlannd zu Eern&nbsp;&#183; nutz vnnd wolfart gebrauchen&nbsp;&#183; ein klaine Vorred vnnd verthedigung vorher hab setzen vnnd ordnen wellen Daran mich auch neben annderer muhe vnnd arbait&nbsp;&#183; so ich auf dises werckh gelegt&nbsp;&#183; der vncost gar nicht betauren soll ungezweifleter hoffnung&nbsp;&#183; das dise Vorrede dem leser zu gutem verstenndigem bericht raichen vnnd gedeichen werde&nbsp;/&nbsp;&#183;<section end="1"/>
  
<section begin="2"/>'''Es haben sich die alten vnnd''' New°en Griechischen / Lateinischen vnnd Deutschen Historici&nbsp;&#183; ob dem Ritterspil des Fechtens&nbsp;&#183; Inn etlichen puncten vnnd Articulen Namlich auß was grund vnnd vrsachen&nbsp;&#183; auch zu welcher zeit&nbsp;&#183; Inn was Lannd vnnd gelegenhait vnd auch durch wen sie anfengcklich Jren vrsprung empfanngen&nbsp;&#183; vnnd hergeflossen seÿe&nbsp;&#183; seer vast bemuehet&nbsp;&#183; aber Inn der vrsach vnnd Jarzal&nbsp;&#183; auch Ort vnnd gelegenhait sie alle vast vberain stimmendt&nbsp;&#183; vnnd zugleich bekennen Das dise Ritterliche kunst des Fechtens&nbsp;&#183; der Jugent von hochen vnnd Nidern stennden zu eernzucht vnnd anraitzung guter Mannlicher tugent&nbsp;&#183; auch zu schutz vnnd erhalltung des Vatterlanndts&nbsp;&#183; sampt aller Redlichkait Im anfanng gefundiert auch die zu lernen furgenomen worden seÿ Noch werden sÿ allain Inndem&nbsp;&#183; welcher der erst erfinder diser Kunst zubenennen were&nbsp;&#183; etwas mißhellig vnd vngleicher mainung befunden&nbsp;&#183;<section end="2"/>
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Latest revision as of 01:41, 12 December 2018

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Vorred

Es were wol recht vnnd billich Vnnd hette mich auch fur guet vnnd Ratsam angesehen · Das ich dises Ritterlich Eernbuch · dieweil sich Jede kunst · beÿ allen verstenndigen · mit gutem grund selbs verthedingen vnnd versprechen kan · on alle vorred von mir außgeen lassen · sollte · Dieweil ich aber merckh · sihe vnnd briefe · das dise manliche Kunst des Fechten · wie annder kunsten mer· so dem geliebten Vatterlannd als fur nutzlich vnnd Eerlich · den mentschen durch die gelerten geprisen vnd zulernen furgestellt sein· von den Ihenigen · so auß faulkait vnnd hinlessigkait · der guten tugenden vnnd kunsten nicht achten · auch dieselben zulernen kain liebe noch naigung nicht allain nit tragen · sonder dieselben vil mer auß vnwissender frechen faulen leichtuertigkait · mit verachtlichen schmachworten · besudlen vnnd belegen ( · wie ich dann die lannge zeit · als ich dises Eernnwerckh zusamen geordnet · selbs erfaren · vnnd solches offtermalen mit verdruß hab hören muessen · )   Derhalben ich wider meinnen willen verursacht vnnd bewegt worden · das ich der Edlen Ritterlichen kunst des Fechtens vnnd allen geliebten Eerlichen vom Adel vnnd sunst · so sich der manlichen Kunst · dem Eerliebenden Vatterlannd zu Eern · nutz vnnd wolfart gebrauchen · ein klaine Vorred vnnd verthedigung vorher hab setzen vnnd ordnen wellen Daran mich auch neben annderer muhe vnnd arbait · so ich auf dises werckh gelegt · der vncost gar nicht betauren soll ungezweifleter hoffnung · das dise Vorrede dem leser zu gutem verstenndigem bericht raichen vnnd gedeichen werde / ·

Es haben sich die alten vnnd Newen Griechischen / Lateinischen vnnd Deutschen Historici · ob dem Ritterspil des Fechtens · Inn etlichen puncten vnnd Articulen Namlich auß was grund vnnd vrsachen · auch zu welcher zeit · Inn was Lannd vnnd gelegenhait vnd auch durch wen sie anfengcklich Jren vrsprung empfanngen · vnnd hergeflossen seÿe · seer vast bemuehet · aber Inn der vrsach vnnd Jarzal · auch Ort vnnd gelegenhait sie alle vast vberain stimmendt · vnnd zugleich bekennen Das dise Ritterliche kunst des Fechtens · der Jugent von hochen vnnd Nidern stennden zu eernzucht vnnd anraitzung guter Mannlicher tugent · auch zu schutz vnnd erhalltung des Vatterlanndts · sampt aller Redlichkait Im anfanng gefundiert auch die zu lernen furgenomen worden seÿ Noch werden sÿ allain Inndem · welcher der erst erfinder diser Kunst zubenennen were · etwas mißhellig vnd vngleicher mainung befunden ·